Psychosomatik I (Depressionsstation)

Die Station Psychosomatik I dient als Depressionsstation, und sie hat 18 Behandlungsplätze. Die Station arbeitet nach einem integrativen psycho- und pharmakotherapeutisch orientierten Behandlungskonzept.

Das multiprofessionelle Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Diplompsychologen, Sozialpädagogen sowie Co-Therapeuten aus den Berufsgruppen der Krankenpflege sowie der Ergo-, Musik- und der Physiotherapie.

Die diagnosespezifische Behandlung auf der Depressionsstation basiert auf der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapie (KVT). Die Therapieinhalte werden sowohl in Einzelgesprächen als auch im Gruppensetting (z.B. Depressionsgruppe) vermittelt und erarbeitet. Die Co-Therapeuten werden bezüglich der hier zu behandelnden Krankheitsbilder eingehend geschult und nehmen selbst spezialisierte Aufgaben im Rahmen der kognitivverhaltenstherapeutisch ausgerichteten Behandlung wahr.

Die pflegerischen Co-Therapeuten nehmen an den Einzelgesprächen und an den Therapiegruppen teil und unterstützen die Patienten in eigenständigen co-therapeutischen Gesprächen bei der Durchführung ihrer aus der Therapie ergebenden Aufgaben bzw. deren sachgemäßer Dokumentation.

Die Ergotherapeuten unterbreiten den Patienten differenzierte Angebote, welche auf eine Aktivierung und positive Verstärkung abzielen. Hierzu gehören neben handwerklich orientierter Ergotherapie auch die Gestaltungstherapie und die Kunsttherapie (Atelier) sowie die Sensorische Integration  (SI). Zudem umfasst das Programm auch mehrere Angebote der  Musiktherapie (u.a. „Drum Circle“) und auch eine tiergestützte Therapie („Therapeutisches Reiten“ befindet sich in der Planung).

Auch die Physiotherapie hat in der Depressionsbehandlung einen hohen Stellenwert. Zum einen ist die körperliche Aktivierung (zum Beispiel durch Frühsport, Gymnastikgruppen oder Tanztherapie) unmittelbar antidepressiv wirksam, zum anderen erfolgt durch diese Behandlungsmethoden ein Durchbrechen von oftmals vorhandenen Zuständen der sozialen Abkapselung und Isolation. Die Physiotherapie spielt im Einzelfall auch eine große Rolle bei der Behandlung von depressionsassoziierten Muskelverspannungen bzw. Somatisierungssymptomen.

Durch das Zusammenspiel einer optimierten medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung wird auf der Depressionsstation eine sehr hohe therapeutische Effektivität erreicht. Die Vorteile der Behandlung auf einer Depressionsstation sind wissenschaftlich sehr gut belegt, und das zugehörige Konzept einer integrativen psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlung mit einem multiprofessionellen Team hat sich mittlerweile zu einem allgemein anerkannten „Goldstandard“ entwickelt.

Ihr Weg zu uns

Zur Vorbereitung eines stationären Aufenthaltes suchen Sie bitte Ihren Hausarzt oder gegebenenfalls Ihren Psychiater auf, dieser stellt Ihnen einen Einweisungsschein für die stationäre Aufnahme aus.

Die Aufnahmeplanung erfolgt über die jeweilige Station nach Warteliste, gerne können Sie sich unter 03671 54-37 95 oder 03671 54-37 20 anmelden.

Am Aufnahmetag sollten Sie bis 10:00 Uhr auf der Station erscheinen. Bitte bringen Sie Folgendes mit:

  • Krankenversicherungskarte
  • Einweisungsschein
  • aktuellen Medikamentenplan (falls vorhanden)
  • vorliegende Vorbefunde (falls vorhanden)
  • Vorsorgevollmacht/ Betreuerurkunde (falls vorhanden)
  • benötigte Hilfsmittel (falls vorhanden)
  • ausreichende Bekleidung (auch Sportbekleidung) 

In einer akuten Krise ist eine Vorstellung in unserer Notfallaufnahme jederzeit möglich. Im Anschluss daran wird nach Absprache mit Ihnen ein vorübergehender Aufenthalt auf unserer Aufnahmestation P I ermöglicht. 

Unser Team

Unser Team besteht aus dem Chefarzt, einem Stationsleitenden Arzt, einer Assistenzärztin sowie einer Psychologin, einer Sozialarbeiterin, Pflegekräften und Co-Therapeutinnen sowie Ergo- und Physiotherapeuten. 

 
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