82 stationäre Covid-Patienten / Notfallversorgung ohne Einschränkungen

(22.12.2020)

Saalfeld. Zwei Tage vor Heiligabend melden die Thüringen-Kliniken 82 Patienten mit einem Corona-positiven Befund, die stationär betreut werden müssen. Vier von ihnen liegen auf Intensivstationen des Klinikverbundes. Dazu kommen weitere 14 stationär aufgenommene Verdachtsfälle, die bis zum Vorliegen des Laborbefunds isoliert werden müssen.

Herry Helfritzschvergrößern Dr. med. Herry Helfritzsch, leitender Chefarzt Foto: Stephan Breidt „Seit dem Wochenende sind die Zahlen auf hohem Niveau“, schätzt Dr. med. Herry Helfritzsch, leitender Chefarzt der Thüringen-Kliniken ein. Um die Patienten auf dem gewohnt hohen Niveau versorgen zu können, mussten alle planbaren Operationen und Eingriffe abgesagt werden, sofern dies medizinisch vertretbar ist. Notfall- und Tumorpatienten werden selbstverständlich an den Klinikstandorten ohne Einschränkungen versorgt.
Für die Covid-Patienten stehen in Saalfeld und Rudolstadt jeweils zwei, in Pößneck eine Pandemiestation zur Verfügung, die unter dem strengsten Hygieneregime arbeiten. Dazu kommen drei Intensivstationen, die Corona-positive Patienten aufnehmen. „Unsere Pflegekräfte und Ärzte leisten eine herausragende Tätigkeit, teilweise arbeiten sie eine gesamte Schicht unter Vollschutz – dies verdient höchsten Respekt“, so der leitende Chefarzt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien physisch und mental stark gefordert.
In der Weihnachtswoche haben Geschäftsführung und Betriebsrat die Beschäftigten der Thüringen-Kliniken gebeten, den geplanten Urlaub zu verschieben. „Um die uns anvertrauten Patienten auch in den kommenden Tagen in gewohnter Qualität medizinisch versorgen zu können, mussten wir diese Bitte aussprechen.“ Dr. med. Herry Helfritzsch verweist auf die rasante Ausbreitung der Corona-Erkrankung, die sich „auch trotz unserer restriktiven Hygienemaßnahmen nicht aufhalten lässt“. Durch die zahlreichen schwerkranken Patienten, die jetzt zu versorgen seien, steige der Bedarf sowohl an ärztlichem als auch an pflegerischem Personal. „Als besondere Herausforderung kommt hinzu, dass ein Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine eigene Erkrankung oder durch Quarantäneanordnungen ausfalle.

Der Pandemiestab der Thüringen-Kliniken – bestehend aus Chefärzten, der Pflegedienstleitung, der Klinikhygiene und dem Betriebsrat – tagt täglich, um die aktuelle Situation zu besprechen und um reagieren zu können. „Bitte halten Sie die Hygieneregeln ein, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, halten Sie Abstand, lüften Sie regelmäßig, beachten Sie die Händehygiene“, gibt Dr. med. Herry Helfritzsch als Weihnachtswunsch in die Region mit.

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