Infizierte Pseudozyste erfolgreich behandelt

(24.07.2019)

Saalfeld. Infizierte Pseudozysten stellen schwerwiegende Komplikationen der akuten Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) dar. Die chirurgische Therapie ist oft mit hoher Mortalität behaftet. Deshalb sind die endoskopischen transgastralen bzw. transduodenalen Drainageverfahren eine wichtige Alternative nicht operativer Behandlungsoptionen.

Die Drainage einer Zyste erfolgt mit Hilfe von Endosonographie – eine Kombination von Endoskopie und interner Sonographie. Zunächst wird die Zyste und ihre Beziehung zu Magen bzw. Duodenalwand endosonographisch beurteilt. Anschließend kann die Pseudozyste mit einer speziellen Nadel punktiert werden und das Sekret für die weiteren laborchemischen Untersuchungen gesammelt werden.

Im weiteren Schritt erfolgt die sogenannte Zystotomie, das heißt die Anlage einer künstlichen Verbindung zwischen dem Lumen des gastrointestinalen Traktes und der Pseudozyste mit Hilfe eines speziellen Zystotoms, der über einen Führungsdraht unter Röntgensicht in die Pseudozyste eingeführt wird. Im letzten Abschnitt der Untersuchung werden eine oder mehrere Endoprothesen in der Pseudozyste platziert, die das Sekret der Pseudozyste direkt in das Lumen des Gastrointestinaltraktes ableiten.

Vor kurzem wurde eine Patientin mit einer infizierten Pseudozyste mit dieser Methode erfolgreich behandelt. Die Untersuchung wurde von Prof. Dr. med. Konturek und seinem erfahrenen Team (Oberarzt Dr. med. Hess und Oberarzt Dr. med. Heymann) sowie Endoskopie-Schwestern durchgeführt. Das endoskopische Team rund um Prof. Dr. med. Konturek spezialisiert sich auf Behandlungen von akuten chronischen Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Die Expertise liegt auch im Bereich von interventionellen Verfahren, wie transgastrale Drainagen, ERCP oder Cholangioskopie.

Endoskopie-Team Saalfeldvergrößern Professor Dr. med. Peter Konturek (Mitte hinten) mit seinem Team der Endoskopie in Saalfeld. Foto: Stephan Breidt

 

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